Buße

vergeben - versöhnen - neu anfangen

Manchmal tun wir im Leben Dinge, die wir bereuen. 

Die Einsicht, dass das, was wir getan haben, nicht gut war, nennen wir in der Kirche "Büßen". Denn diese Einsicht kann ganz schön schmerzhaft sein.

 

Und doch dürfen wir darauf hoffen, dass Er einen Teil unserer Schuld mit trägt: Aus Liebe zu uns. 

Was ein großartiges Sakrament, oder? 

Image by Annika Gordon

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Infos zum Bußsakrament

Büßen? Schuld? Reue? Sühne?

Das alles sind Begriffe aus dem Giftschrank der Kirche könnte man meinen.

Denn leider ist das Bußsakrament über viele Jahrhunderte von Klerikern der Kirche missbraucht worden. Dabei steckt in dem Sakrament doch so viel Gutes und Schönes, das es lohnenswert ist, sich kurz zu besinnen, warum wir das Bußsakrament immer noch brauchen.

Um ein Vorurteil direkt beiseite zu wischen: Du büßt nicht im Beichtstuhl. Der Beichtstuhl ist gar nicht so wichtig. Büßen beginnt da, wo Du dich fragst, was in den letzten Tagen und Wochen gut gegangen ist und was nicht:

  • Wo hast Du etwas getan, was Dir im Nachhinein leid getan hat?

  • Wo hast Du nicht so gehandelt, wie Du eigentlich handeln willst oder solltest?

  • Wo hast Du anderen, vielleicht auch Dir selbst, der Schöpfung, lieben und fernen Menschen wehgetan?

Dieses Nachdenken kann manchmal ziemlich schmerzhaft sein, deswegen ist dieses alte Wort "büßen" auch immer noch passend. Denn es trifft den Kern der Sache.

Die Begegnung mit uns selbst, unseren Fehlern, unserer Schuld ist nach ältester kirchlicher Überzeugung eine Begegnung mit Gott. Daher ist das Bußsakrament auch ein Sakrament, weil es uns in Gottes Gegenwart führt: Unser Innerstes.

Der Gang zum Priester wiederum ist nur deswegen so wichtig, weil wir alle aus der Erfahrung wissen, dass wir uns nicht selbst erlösen können. Wir können uns nicht ohne Heuchelei selbst sagen: "Ich liebe Dich so wie Du bist". Dafür brauchen wir immer einen Gegenüber, der uns ehrlich sagt: "So wie Du bist, bist Du gut."

Und genau dieses: "Ich liebe Dich trotz Deiner Schuld" sagt der Priester in Stellvertretung Gottes. Wir handeln in der Buße an uns selbst und dürfen gewiss sein, dass Gott uns unsere Fehler verzeiht.

Zeiten und Orte

In St. Johannes, St. Joseph und in Heilig-Kreuz Stromberg bieten wir wöchentliche Beichtgelegenheiten an:

 

St. Joseph

 

samstags, 16:30 Uhr (vor der Eucharistiefeier)

 

St. Johannes

 

samstags, 17:00 Uhr (vor der Eucharistiefeier)

St. Lambertus, Stromberg

freitags, 18:00 Uhr (vor der Eucharistiefeier)

Auch außerhalb dieser Zeiten sind wir für Dich da. Sprich dazu gern eine:n Seelsorger:in Deiner Wahl an. Mehr Infos findest Du auch auf unserer Seite Seelsorge.