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Große Reisegruppe aus Oelde besuchte Indien

65 hochbegeisterte Reisende überwiegend aus dem Umfeld der Oelder St. Johannes-Pfarrei trafen in diesen Tagen nach einer 16-tägigen Reise durch Indien mit einer Fülle von Begegnungen und Erlebnissen wieder in ihrer Heimat ein, erfüllt mit Erfahrungen, die sie erst langsam verarbeiten müssen.


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Zum fünften Mal haben Pater Davis und Dr. Burkhard Löher mit der Ankündigung großer religiöser und kulturhistorischer Ziele diese Reise angeboten. Und das Interesse an der Teilnahme war so groß, dass auch diesmal nicht alle Interessenten mitfahren konnten und ein weiterer Termin für 2025 geplant ist.


Unter anderen gliederten drei Höhepunkte aus dem religiös-spirituellen Bereich den Aufenthalt: mit der Fluggesellschaft Emirates startete die Reisegruppe von Düsseldorf aus mit einem Umstieg in Dubai nach Ostindien zur ersten Station in Kalkutta. Hier fanden sich die Reisenden gleich am ersten Tag im Kloster der Heiligen Mutter Theresa ein, die aus Albanien stammt und in Indien ein Caritaswerk mit heute rund 8500 Ordensfrauen aufgebaut hat, welches über das ganze Land mit zahlreichen Stationen und Anlaufstellen verbreitet ist. Eine gemeinsame Heilige Messe feierte Pater Davis mit seiner Gruppe unmittelbar neben dem schlichten Sarkophag der durch ihre Arbeit an Armen, Obdachlosen,  Kranken und Sterbenden weltbekannte Ordensfrau, die für ihre Arbeit 1979 den Friedensnobelpreis erhielt und nach ihrem Tode im Jahr 1997 bereits im Jahr 2003 von Papst Johannes Paul II Selig- und im Jahr 2016 durch Papst Franziskus Heiliggesprochen wurde.


Der zweite geistliche Höhepunkt war das Zusammentreffen der Reisegruppe in der letzten Reisewoche mit der Familie und der Heimatgemeinde von Pater Davis in Chaippankuzhi in Kerala. Pater Davis Heimatkirche war beim gemeinsamen Gottesdienst im syro-malabarischen Ritus bis auf den letzten Platz gefüllt, eine begeisterte und begeisternde Gemeinde mit großer Kinderschar lauschte natürlich auch aufmerksam den musikalischen Beiträgen, die die deutschen Gäste zum Gottesdienst beitrugen. Anschließend fand im und am Elternhaus von Pater Davis ein großes Fest statt, zu dem nicht nur die Familie, sondern auch die Nachbarn eingeladen waren.


Am nächsten Tag ging die Reise nach Pattuvam, zu dem Ort, an welchem die Oelderin Schwester Petra Mönnigmann am 1. Juni 1969 mit acht jungen Mädchen die religiöse Gemeinschaft „Dienerinnen der Armen“ gründete. Die Ordensgemeinschaft hat heute ca. 640 Mitglieder und unterhält 76 Stationen in Indien und einige Stationen in Deutschland. Mutter Petra wäre in diesem Jahr 2024 einhundert Jahre alt geworden, wäre sie nicht bei einem Verkehrsunfall zusammen  mit vier Mitschwestern Pfingsten 1976 in Indien ums Leben. Der 100. Geburtstag war unter anderem ein Anlass, die Ordenszentrale mit einer so großen Gruppe zu besuchen. Petras Freundin Schwester Willigard  gehörte seit 1975 dem Orden an, wurde als Nachfolgerin gewählt und leitete die Gemeinschaft als Generaloberin von 1976 bis 1989. In Erinnerung an Schwester Petra wurde nach ihrem Tode über ihrem Grab eine Kirche gebaut. Der damalige Pfarrer von St. Johannes Oelde, Pastor Karl Rieger, der auch heute noch zu dem Orden in enger Verbindung steht, feierte seinerzeit die erste Heilige Messe in dieser Kirche.


Nachdem die Oelder Reisegruppe, die von der Generaloberin Mutter Emestina und den Schwestern herzlich aufgenommen und verpflegt wurde, am Grab von Mutter Petra die Heilige Messe gefeiert hat, besichtigte sie einige der zahlreichen Pflege- und Betreuungseinrichtungen und konnte sich ein Bild über die außerordentlich herzliche und liebevolle Versorgung und Betreuung der hilfsbedürftigen Heimbewohner und behinderten jungen Menschen machen.


Die großen berühmten Bauwerke im Norden Indiens, die sogenannte Goldene Triangel, sind der Publikumsmagnet des Landes. Der Bogen spannt sich von Kalkutta im Osten über Neu Delhi, Agra, Jaipur bis nach Cochin im Westen. Höhepunkt ist das berühmte Taj Mahal, das Schah Jahan zum Gedenken an seine verstorbenen Frau im 17. Jahrhundert bauen ließ und wegen seiner baulichen Bedeutung in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Aus der Mogulzeit sind weitere höchst interessante Bauwerke zu besichtigen, die von den beiden die deutsche Gruppe begleitenden Fremdenführern  den Gästen ausführlich und anschaulich vorgestellt wurden, so der berühmte Lotos-Tempel, die Großküche für täglich 10.000 Mittagsgäste in Neu-Dehli, das Victoria Memorial, die St. Paul’s Cathedral Church und die Howard Bridge in Kalkutta, die Rote Festung in Agra, das Amber Fort und der Ritt auf Elefantenrücken mit wunderbaren Ausblick auf die Paläste und Gärten und auf das Jal Mahal und vieles mehr. Die Unterbringung erfolgte in wunderbaren Komfort-Hotels, die jeweils morgens und abends mit üppigen landestypischen Büffets aufwarteten. Und mittags gab es gut zwei Wochen lang leckere Bananen und frische, saftige Mandarinen nach Belieben.


Die letzten Tage verbrachte die Reisegruppe im Westen des Landes, in Kerala, bei sommerlicher Hitze mit Besichtigungen in Cochin und ganztägiger Hausbootfahrt in den Back Waters entlang des arabischen Meeres, wobei das erfrischende Bad im warmen Meerwasser eine willkommene Erholung nach den auf Grund des intensiven und vielfältigen Programms bot.


Die Fülle und die Vielfalt der Eindrücke konnten während der Reise bei weitem nicht verarbeitet werden, sie werden zuhause noch lange nachwirken. Alles in allem: eine 16-tägige Reise voller Erlebnisse und Sehenswürdigkeiten, die keiner der Teilnehmer in dieser Fülle und Schönheit erwartet hatte, eine Reise, die man auch auf Grund der extremen Gegensätze nicht vergessen wird. Die größte Zufriedenheit lag am Ende bei Pater Davis und Dr. Burkhard Löher, die auf der Basis der bereits durchgeführten Indienreisen in Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort die Reise  zu einem großen Erlebnis vermitteln konnten.

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